Echte Selfcare: Wie du innere Saboteure entlarvst und deine Bedürfnisse wirklich erkennst 

Mein innerer Zwiespalt: Ich schreibe eigentlich nicht gerne. Und doch ist das Thema zu wichtig für mich persönlich, um nicht darüber zu schreiben! Dieser Text ist mein Beitrag zur Blogparade von Rani, die dazu aufgerufen hat, das Thema Selfcare ganz ehrlich zu beleuchten – jenseits von Wellness-Klischees. 

Was ist nun also Selfcare in dieser Sache? Schreiben oder nicht schreiben? Mit dieser Entscheidung bin ich ja irgendwie schon mittendrin im Thema? Aber lass mich mal von vorne anfangen:

Als Selfcare noch ein Fremdwort war

Lass uns eine Kurze Zeitreise ins Jahr 2014/2015 machen. Vermutlich hätte ich damals nach der Bedeutung von Selfcare erstmal im Duden nachschlagen müssen. 

Denn zu dieser Zeit hatte ich:

  • 1 Mann & 1 Haus
  • 2 kleine Kinder
  • 2 älter werdende Eltern
  • Teamverantwortung für ein 20-köpfiges Reiseleiterteam
  • 1000 innere Stimmen, die mich ununterbrochen angetrieben haben


Selfcare war damals maximal das Bestreben, einige Stunden Schlaf zu bekommen, um am nächsten Morgen irgendwie wieder den Tag zu überstehen.

Ein Burnout im Jahr 2016 war die Folge – ein hartes „Aufwachen“, dass kein Körper es auf Dauer verzeiht, wenn man ständig über seine Grenzen geht.

Wenn Selbstfürsorge zur nächsten To-do-Liste wird 

Nach meinem Burnout hatte ich Selfcare plötzlich statt 0 % zu 100 % auf dem Schirm. Statt gar nichts für mich zu tun, hat jetzt alles seinen Platz bekommen: Achtsamkeitsübungen, Atem-Apps, Meditationsgruppe, Bewegung, Entspannung, Massagen, Pausen...

Habe mich dann abends gefreut, wenn ich wieder einen Haken unter all die Dinge setzen konnte. Jetzt kümmere ich mich also doch wirklich gut um mich! Oder??? Doch so richtig nach „ich sorge gut für mich“ fühlte es sich immer noch nicht an. Oft waren Pausen mit einem latent schlechten Gewissen verbunden (sollte ich nicht was tun?).  

Und alle meine Selfcare-To-Dos „abzuarbeiten“, fühlte sich am Ende oft nach genau dem gleichen Leistungsdruck an, der mich erst in den Burnout getrieben hatte. Was lief denn da verkehrt?

Innere Saboteure, die deine Selfcare torpedieren 

Ich fragte mich also: Was stand mir eigentlich noch im Weg, um endlich liebevoller mit mir selbst umzugehen? Das Thema Glaubenssätze – und damit verbunden das Konzept der inneren Saboteure – kam in mein Bewusstsein. Die sind nämlich verdammt gut darin, unsere Bemühungen zu stören:

  • Der People Pleaser: Er erzählt uns Märchen wie dieses: „Mach es erst den anderen recht!“ (Bis am Ende keine Zeit mehr für dich selbst übrig ist).
  • Der Leistungshungrige: Er treibt dich gnadenlos an: „Du musst schließlich auch was schaffen!“ (Und macht selbst vor dem Meditieren nicht halt).
  • Der ständig Beschäftigte: Er liebt Multitasking und produziert sofort innere Unruhe, sobald du dich einfach mal nur hinlegst.

Glücklicherweise kann man diese Stimmen (insgesamt 10 ihrer Art) identifizieren und verändern, damit man bei der Art von Selfcare ankommt, die für mich heute wirklich Sinn macht. 

 Mein Weg 2026: Was brauche ich jetzt gerade WIRKLICH? 

Echte Selfcare bedeutet für mich heute, mich immer wieder mit mir selbst zu verbinden und mich zu fragen: Was brauche ich jetzt gerade WIRKLICH? Welche Bedürfnisse wollen jetzt gerade wirklich gestillt werden?

Will mein Körper sich bewegen, möchten meine Augen sich schließen, meine Seele einen warmen Kakao? Ist jetzt wirklich Meditation dran, oder fühlt sich Stille gerade stimmig an? 

Das ist für mich gelebte Selfcare.

Auch dieser Blogbeitrag ist Selfcare für mich. Obwohl ich nicht gerne schreibe, habe ich hingeschaut: Meine Geschichte zu teilen und Teil dieser Blogparade zu sein, macht gerade Sinn für mich. 

Wie ist das bei dir? 

Welche Saboteure kennst du? Schreib es mir gerne in die Kommentare – ich freue mich auf einen ehrlichen Austausch!

Dieser Artikel ist mein Beitrag zur Blogparade von Rani. Schau unbedingt bei ihr vorbei, dort sammeln sich bis zum 28. Februar 2026 viele wunderbare und ehrliche Perspektiven zum Thema Selfcare. Außerdem lege ich dir  Ranis Pocket Yoga ans Herz. 

Über mich

Ich bin Jasmin, Happiness Trainerin, Meditationslehrerin und Habit Coach. Gerne begleite ich dich von der Überholspur auf die Entschleunigungsspur. 

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